ein animiertes gif mit 2001 bis 2008 Zähler
Die Entstehungsgeschichte - Teil 6

der Pimmel von Berlinkameratanzender darsteller

Berlin, Berlin, wir drehen in Berlin!

Da in Berlin die meisten Filminteressierte gedeihen, wurde gleich mal mit einigen der E-Mail-Leuten in einer heruntergekommenen und zur Verfügung gestellten (also besetzten) Bruchbude gedreht.
Scully
(Präsident von b-ware-media), Alex (Multiaround-Experte und ein finstere Geselle, den man nicht beim Onanieren treffen will), ein 40-Jähriger (der wirklich schon 40 Jahre war) und eine Gruppe anderer von weit hergekommenden Menschen - alle waren sie freiwillig dabei.
Ich hatte natürlich nur meine Kamera, das defekte Stativ und ein Mini-Akku dabei, welches gleich an Anfang leer war. Viele Menschen, wenig Equipment, wenig Zeit, Null Erfahrung, trotzdem war irgendwann die erste Szene fertig, welche nicht spontan auf Teufel komm raus realisiert wurde, sondern vorher in irgendeiner Weise schon geplant war. Klingt ja nicht sehr tromäßig.

Filmdreh in Nürnberg

Was in Berlin gut ging, muss doch auch in Nürnberg klappen. Wenn filmtechnisch hier nicht so viel los sein sollte, habe ich aber immerhin so was wie Heimvorteil - damit dreht es sich besser.
Location abklappern - kein Problem. Darsteller abklappern, hmm niemand meldet sich. Flyer austeilen - hmm niemand meldet sich. Bei den Leuten rumfragen, die mir je noch einen Gefallen schulden. Mit Zweckentfremdung der Location, konnte auch mit eine sehr spärlichen Crew in Nürnberg die ein oder andere Szene gedreht werden. Mit Hilfe vom André Albrecht
(Präsident der Tagträumer Filme) dem Sandynel, Gensch (Präsident von Gensch Media) und einigen meiner Arbeitskollegen konnte auch etwas in dem filmtechnisch vermieften Nürnberg gedreht werden.
Nun war alles gedreht, alles bis auf die FINAL-Szene!
Die einzigste Szene, in der meine frisch gebastelte TROMAGGOT-Puppe zum Einsatz kommen sollte.
(Wenn die kaputt geht, ist das Projekt Geschichte)

kameratanzender darsteller

kameratanzender darstellertanzender darsteller

finaler FINAL-Dreh

Wo? Natürlich in Berlin!
Die passende Location hat sich schnell gefunden
(dank Filmyard): Das ehemalige Rundfunkgebäude der DDR.
Es wurde wieder inseriert. Ein Haufen Leute haben sich gemeldet
(tja, Berlin halt).

"Ich, X Jahre, geschlechtlich, würde gerne in ihr Produktion mitmachen, No-Budget macht mir nichts aus. Vita im Anhang."

Klingt viel versprechend. Doch als die dann merkten was Troma überhaupt ist, sind unglaublich viele wieder abgesprungen. Unter 40 Einschreiben war einer dabei, welcher wenigsten mal nach Troma gegoogelt hatte oder wenigsten mal nach Tromaggot und anschließend sich erst beworben hat. Die anderen die mitmachten, aber Troma nicht kannten, musste ich natürlich vorwarnen, was das heißt und welche Wurst damit ausgedrückt wird. Darsteller, die Troma kennen, sind natürlich shpadoinkle, gerade wenn man ihnen sagt, dass alles tromatisch gespielt werden soll (und einen dabei nicht angucken, als hätte ich auf einer Beerdigung in den Sarg gereiert).
Mit 20 Mann, zwei Kameras und Kamera-Dolly wurde der aufwendigste Dreh in Tromaggot an nur zwei Tagen fertig gestellt. Es wurde zwar nicht erreicht, was geplant war, aber ich war danach fünf Kilo leichter - ist doch auch mal was. Aus Zeitdruck wurden verschiedene Szenen parallel gedreht, was ziemlich cool kam, und das "Troma" in den Drehabreiten noch mal verstärkte.
"Baufluter sollten in der Werkstatt vorhanden sein und jemand bringt noch Filmlicht vorbei", hieß es, ist aber nicht passiert. Ärgerlich - 20 Mann am Set und das Licht fehlt. Nun tastet man sich während den Dreharbeiten schon durch. Die HD-Kamera hat auch nicht das gewünschte Bild erzielen können, viel zu Farblos kam die Aufnahmen rüber - ohne Licht - auch keine Farbe, aber das ist bei Troma ja egal - zu 90 % wird nie das gewünschte Bild erreicht (bei den anderen 10 % war die Kamera noch auf Pause). Mit Mühe, Not und dem Einsatz des Rettungsdienstes wurde alles abgedreht.

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